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Wie alles begann

1850 reiste eine Gruppe von Mormonen auf der Suche nach Gold in Richtung Californien. Am Carson River machten sie mittags Rast. Einer der Männer, William Prouse, sah im Fluß etwas, das golden glänzte. Die Gruppe hielt das nicht für wert, die Reise nach Californien abzubrechen. Dort angekommen, erzählten sie von dem Vorfall in der Washoe-Region. Aber niemand wußte, wo genau zu suchen war.

Ein Jahr später begann die Suche nach Gold in der Gegend, die Gold Canyon genannt wurde. Als das bekannt wurde, strömten immer mehr Menschen dorthin, um nach Gold zu suchen. 1857 begannen die Grosh-Brüder Hosea Ballou und Ethan Allan auf der Suche nach Gold-Nuggets damit, in den Berg des zum Ende hin immer enger werdenden Gold-Canyons zu graben. Dabei stießen sie auf die erste Silberader. Am 20. August verletzte sich Hosea mit seiner Picke den Fuß und starb zehn Tage später an Wundbrand. Sein Bruder beschloß ein paar Wochen später, nach Californien weiterzuziehen. Mitte November machte er sich auf den Weg. Er starb am 12. Dezember mit erfrorenen Füßen bei der Last Chance Mine an der Westseite der Berge. Die Ansprüche auf die eingetragene spätere Comstock Lode Mine gingen verloren.

Henry Comstock übernahm die Mine samt der Hütte der Grosh-Brüder. Dieser Vorgang wurde Claim Jumping genannt. Zu dieser Zeit entstand eine Meile entfernt die Siedlung Gold Hill. Viele Goldsucher strömten in die Gegend. Unter Ihnen waren Peter O'Riley and Patrick McLaughlin. Sie entdeckten am 1. Juni 1859 am Six Mile Canyon eine ertragreiche Silberader. Als Henry Comstock davon erfuhr, übernahm er die neue Mine mit der Behauptung, sie wäre seine, da sie auf seinem Gebiet läge. Er ließ die bisherigen Besitzer als Partner weiter in der Mine arbeiten. Jeder Widerspruch war erfolglos.

Er und sein Partner Emmanuel Penrod machten zu dieser Zeit $900 täglich mit der Mine. Sie erweiterten sie auf eine Tiefe von 1.500 Fuß (450m). Aus der Mine entwickelten sich drei Minen: Mexican, Ophir und California. Diese Minen erbrachten später insgesamt $60.000.000 in Gold und Silber. Aber Henry Comstock und sein Partner verkauften Ihre Anteile. Emmanuel Penrod ging nach Montana, wo er ein karges Dasein fristete. Comstock erhielt für seinen Teil $11.000, die er verprasste. Er ging nach Montana, um für wenig Geld als Goldsucher zu arbeiten. Er blies sich wenige Tage danach das Hirn mit einem Revolver aus.

Peter O'Riley verkaufte seinen Teil für $40.000 und starb einige Zeit später in einem Geisteskranken-Asyl. Patrick McLaughlin arbeitete jetzt für $40 pro Monat als Koch auf einer Ranch. Als er starb hatte er nicht genug Geld für eine annehmbare Beerdigung hinterlassen und wurde in einem Armengrab beerdigt. Er hatte seinen Teil an eine kleine unbekannte Familie verkauft. George Hearst zahlte ihm 1859 bloße $3.000 dafür. $38 pro Anteil. Dies war der Anfang des berühmten Hearst Vermögens. 1863 verkaufte Hearst für $1650 pro Anteil. Henry Comstock hatte 1859 auch 300 Anteile für $99,90 verkauft. Diese wurden vier Jahre später für $504.000 wieder verkauft.

Zu dieser Zeit hatte sich über die Gabelung nördlich von Gold Hill hinaus eine versprenkelte, wilde Siedlung gebildet. Vorschläge, sie Comstock zu nennen, wurden nicht realisiert. Die Stadt blieb zunächst namenlos.

Unter den Leuten, die 1851 zuerst ankamen, war auch James Finney, genannt The Virginny. Er hatte Kalifornien verlassen, nachdem er als James Finnimore eine Auseinandersetzung mit einem Mann hatte, den er daraufhin ermordet haben soll. Er war stadtbekannt als ordinärer Säufer, Possenreißer und Spaßvogel. Eines Abends im späten Oktober brachte er eine Flasche Old Reprehensible Whiskey in die kleine Hütte (Cabin genannt), die er mit anderen Goldsuchern teilte. Er stolperte über die Türschwelle und zerbrach die Flasche. Darüber war er viel mehr erschüttert als seine Mitbewohner, die herzhaft lachten. Er trank die letzten Tropfen aus den Scherben und sagte „Ich taufe dieses gottverdammte Camp Virginia“. Dies nahmen seine Freunde zum Anlaß, zu Jones’ Bar zu gehen, wo sie davon erzählten. Der Name verbreitete sich und wurde bald darauf offiziell zu Virginia City. Er selbst lebte als unbekümmerter Trinker, bis er sich am 22. August 1860 in Dayton bei einem Abwurf von einem halbwilden Pferd das Genick brach. Er hinterließ nicht viel Geld, aber viele Freunde und den Namen für eine Bergbaustadt, die weltberühmt werden sollte.

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